|
|
||||||||
|
Das Fach Altamerikanistik in Deutschland Die
Altamerikanistik wurde 1899 an
der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin in Form einer
Stiftungsprofessur für präkolumbische Kulturen Amerikas
institutionalisiert,
finanziert durch eine private Stiftung von Joseph Florimond Duc de
Loubat. Als erster Professor wurde Eduard Seler berufen. In den Jahren
nach dem zweiten
Weltkrieg entstanden in Deutschland altamerikanistische Zentren in
Berlin, Bonn
und Hamburg, wo Altamerikanistik seither als eigenständiges
Studienfach gelehrt wird:
In den 1980ern und 1990ern war die Altamerikanistik an jedem dieser Standorte durch zwei Professoren und mehrere wissenschaftliche Mitarbeiter vertreten. Die Breite des Faches konnte dennoch nur durch zusätzliche Lehraufträge abgedeckt werden. In den letzten
Jahren wurden die
Hochschulstudiengänge auf das Bachelor- und Mastersystem
(Stichwort
Bologna-Prozess) umgestellt. Im
Zuge dieser
weitreichenden Umstrukturierungen laufen alle bisherigen
altamerikanistischen Magister-Studiengänge
aus. Master-Studiengänge, die eine entsprechende Spezialisierung erlauben, sind der Master-Studiengang Interdisziplinäre Lateinamerikastudien am Lateinamerika-Institut der FU Berlin sowie der Master-Studiengang "Altamerikanistik und Ethnologie" in Bonn. Als Arbeitsschwerpunkt v.a. der Ethnologie hat die Altamerikanistik an weiteren Standorten in Deutschland ebenfalls eine jahrzehntelange Tradition (bes. München, Marburg sowie Göttingen). Hinweis: Eine ausführlichere Darstellung der Geschichte des Faches und seiner Standorte, in der v.a. auch auf weitere amerikanistische Ausrichtungen im Rahmen des Faches Ethnologie oder von Lateinamerika-Schwerpunkten einzugehen sein wird, befindet sich in Vorbereitung.
|